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Rheinfelden erneut als Energiestadt ausgezeichnet

Das Engagement hat sich gelohnt: Rheinfelden darf sich auch für die nächsten vier Jahre „Energiestadt“ nennen. Mit der dritten Zertifizierung seit Erlangung des Labels 2009 und mit dem bisher besten Ergebnis wird die Stadt erneut für ihre vorbildliche und messbare Energiepolitik ausgezeichnet.

Schweizweit gibt es 412 Gemeinden und Städte, welche mit dem Label ausgezeichnet sind. Im Kanton Aargau besitzen 29 Energiestädte das Label, Aarau und Baden sogar mit dem Gold-Status. Das Label wird Städten und Gemeinden verliehen, die ausgewählte, umfassende energiepolitische Massnahmen realisieren. Sie fördern damit erneuerbare Energien und steigern die Energieeffizienz auf lokaler Ebene. Um das Label „Energiestadt“ zu erhalten, muss eine Gemeinde mindestens 50% ihres energiepolitischen Handlungspotentials ausschöpfen. Für die Vergabe des Labels Energiestadt ist der Trägerverein Energiestadt verantwortlich.


Energiestädte leben moderne Energiepolitik
Mit einem Erfüllungsgrad von rund 74% hat die Stadt Rheinfelden die Anforderungen für das Label klar erreicht. Die erneute Verbesserung der Bewertung gegenüber der letzten Zertifizierung vor 4 Jahren belegt den Fortschritt und das grosse Engagement der Gemeinde im eigenen Handlungsbereich. Energiestadt benotet sechs energierelevante Bereiche und bewertet jeweils den individuellen Handlungsspielraum jeder einzelnen Gemeinde und die umgesetzten Massnahmen der letzten 4 Jahre.

Gemäss der Grafik auf dem nachfolgenden Dokument konnten vor allem in den Bereichen „Ver-/Entsorgung“, „Kommunikation Kooperation“ und „Mobilität“ Verbesserungen erreicht werden. Massgeblich dazu beigetragen haben beispielsweise die Erweiterung der Wärmeverbünde, verschiedene Massnahmen aus dem Kommunalen Gesamtplan Verkehrsplan (KGV) und die diversen Kommunikationsmassnahmen (z.B. jährliche Informationsanlässe oder Projekt Energie in Rheinfelder Schulen).

In den anderen Bereichen ist man nicht stehen geblieben. Ganz im Gegenteil. Damit man keine Punkte verliert, müssen aktiv Massnahmen umgesetzt werden. Das gilt vor allem für die bereits sehr gut bewerteten Bereichen wie zum Beispiel die „Entwicklungsplanung, Raumordnung“. Der bestehende Spitzenwert basiert auf den vorbildlichen planerischen und strategischen Grundlagen wie der Energieplanung, dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) und den hohen energetischen Baustandards, welche im Rahmen von Sondernutzungsvorschriften umgesetzt werden. Bei Energiestadt kann man sich also nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Rückblickend tragen zahlreiche Massnahmen und Aktivitäten der vergangenen vier Jahre zum guten Resultat bei.

Wärmeverbünde
Bei der Planung und Realisierung von Wärmeverbünden haben Gemeinden und Städte grossen Einfluss und umfassende Handlungsmöglichkeiten. Seit Jahren gehören die Wärmeverbünde in Rheinfelden zu den Vorzeigemassnahmen in Sachen Energiepolitik. Mit der Fertigstellung des Wärmeverbundes „Rheinfelden Mitte“ konnte ein weiterer Meilenstein realisiert werden. Möglich gemacht hat dieses Projekt auch die gute Zusammenarbeit mit der AEW Energie AG und der Brauerei Feldschlösschen. Neu können zusätzlich 9.7 GWh Abwärme genutzt werden. Dies entspricht ca. 97 Mio. Liter Heizöl oder dem durchschnittlichen Wärmebedarf von 650 Haushalten.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Dank der vier Wärmeverbünde (Augarten, Engerfeld, Rheinfelden Ost und Mitte) werden in Rheinfelden heute rund 27% des Gesamtwärmebedarfs mit Abwärme oder mit erneuerbaren Energien gedeckt.

Nachhaltige Stadtentwicklung
Rheinfeldens vorbildliche räumliche Energieplanung hat zum Ziel, die Potenziale für die nachhaltige Energienutzung im Rahmen der Stadtentwicklung zu optimieren. Ein höherer Anteil erneuerbarer Wärme und weniger Energieverbrauch im Gebäudebereich sind wichtige Meilensteine. So hat sich zum Beispiel die Minergie-zertifizierte Fläche auf 412‘000m2 oder ca. 30 m2/ EW erhöht. In Rheinfelden gibt es rund 130 zertifizierte Minergie-Gebäude in den Kategorien Wohnen (EFH, MFH), Verwaltung und Schulen. Ausserdem gibt es verschiedene Gebäude mit MINERGIE-P, ein MINERGIE-P-ECO und neuerdings auch ein MINERGIE-A zertifiziertes Gebäude.


Öffentlicher Verkehr
Das ÖV-Angebot über das gesamte Gemeindegebiet wurde weiterentwickelt und optimiert, unter anderem durch den Kapuzinerberg-Bus. Die Bushaltestellen wurden behindertengerecht erneuert. Zudem wurden zusätzliche Haltestellen geschaffen.

Öffentliche Gebäude und Beleuchtung
Die Stadt Rheinfelden nimmt die eigene Vorbildfunktion sehr ernst. Dank der Wärmeversorgung durch die Wärmeverbünde werden die kommunalen Gebäude mehrheitlich durch erneuerbare Energie beheizt.

Im Vergleich mit anderen Gemeinden ist Rheinfelden bei der erneuerbaren Wärmeversorgung bei den Spitzenreitern. Bezüglich Effizienz gibt es aber noch Verbesserungspotential, welches schrittweise realisiert wird. So entsprechen die geplanten Bauten möglichst hohen energetischen Standards. Die Kindergärten Hard und Holder wurden zum Beispiel nach dem
Minergie-P Standard realisiert. Der Verwaltungsneubau an der Riburgerstrasse (Polizei und Staatsanwaltschaft) im Minergie-P-ECO Standard.

Bei den bestehenden Gebäuden ist ein optimaler Betrieb gefordert. Ein wichtiges Werkzeug dazu ist die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs. Dank dieser Erkenntnis werden Fehler sichtbar und können zeitnah verbessert werden. Weiter bilden die Daten die Basis für die Planung von sinnvollen Sanierungsmassnahmen. Der Stromverbrauch der Beleuchtung im öffentlichen Raum konnte z. B. seit 2006 um rund 30% gesenkt werden. Dies wurde mit neuen LED-Leuchtmitteln und der Nachtabsenkung erreicht.

Kommunikation
Die Stadt organisiert jährlich mindestens einen öffentlichen Anlass zu einem aktuellen Energiethema, um über sinnvolle Massnahmen für jedermann zu informieren. Unter anderem wurden die Immobilienbesitzerinnen und -besitzer zu den Möglichkeiten einer qualitativ hochstehenden Instandsetzung und Erneuerung, zum Heizungsersatz mit erneuerbaren Energien, zu Solaranlagen und zur Speicherung von Solarstrom sowie zum Eigenverbrauch und zur Elektromobilität informiert.

Ausblick auf das neue Aktivitätenprogramm
Die Stadt wird sich nicht auf dem guten Resultat ausruhen. Im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und als Bestandteil der erneuten Zertifizierung hat der Gemeinderat ein neues energiepolitisches Aktivitätenprogramm für die kommenden vier Jahre ausarbeiten lassen und beschlossen. Seit der Zertifizierung im Herbst 2017 wurden daraufhin bereits weitere Massnahmen umgesetzt. So hat der Gemeinderat neu beschlossen, dass die von der Gemeindeverwaltung benötigten Konsumgüter vom Papier bis zu den Fahrzeugen möglichst ressourcen- und umweltschonend sein müssen (Beschaffungsstandard 2018).

Mit dem Energietag anlässlich des Kollegiumstags der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) vom 26. Januar 2018 wurden den Lehrpersonen an der KUF die aktuellen Energiebildungsangebote für Schulen vorgestellt und die Zusammenarbeit mit der KUF verstärkt. Denn die Energiewende ist ein Generationenprojekt. Die frühzeitige Sensibilisierung der heutigen Kinder und Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil.

Weitere Schwerpunkte im Aktivitätenprogramm sind u.a.:
  • Solarenergie verstärkt nutzen; Solarstromprojekte umsetzen und/oder unterstützen, Projekt „Rheinfelden Solar“ konzipieren und vorantreiben, Eignung grössere zusammenhängende Flachdachflächen auf öffentlichen Gebäuden prüfen.
  • Die Zusammenarbeit in der Energieregion Fricktal fördern. Der regelmässige Erfahrungsaustausch und die Koordination von Anlässen für die Region werden unterstützt.
  • Weiterführen der Informationsanlässe. Geplantes Thema 2018 ist das stadteigene Projekt „Rheinfelden Solar“.
  • Verbesserung des Internetauftritts; Verbesserte Auffindbarkeit im Zusammenhang mit der neu geplanten Website.
  • Infrastruktur alternative Antriebe prüfen (E-Mobilität).

Wärmeverbund Rheinfelden Mitte
Stadtammann Franco Mazzi, Daniel Schibli, CFO der AEW Energie AG, und Thomas Amstutz, CEO der Feldschlösschen Getränke AG, bei der Einweihung des Wärmeverbundes Rheinfelden Mitte (Feldschlösschen)

Dokument Grafik_Energiestadt.jpg (jpg, 112.7 kB)


Datum der Neuigkeit 28. März 2018