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22.10.2019 04:17:14


Einbürgerungsverfahren

Zuständiger Verwaltungsbereich: Regionales Zivilstandsamt

Sie wollen als Schweizer Bürgerin oder Bürger das Bürgerrecht von Rheinfelden erhalten? Oder besitzen sie eine ausländische Staatsangehörigkeit und möchten das Schweizer Bürgerrecht erwerben?

Einbürgerung Schweizerinnen und Schweizer
Schweizer Bürgerinnen und Schweizer Bürger, die nicht schwerwiegend mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten und die ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sind, können ein Gesuch um Aufnahme in das Kantons- und Gemeindebürgerrecht stellen.

Voraussetzung ist ein Wohnsitz von insgesamt 3 Jahren in Rheinfelden, wovon 1 Jahr unmittelbar vor Einreichung des Gesuchs. Die Einbürgerung wird vom Gemeinderat ausgesprochen.

Zu beachten:
Es kann sein, dass Sie durch die Einbürgerung im Kanton Aargau Ihr bisheriges Bürgerrecht verlieren. Orientieren Sie sich deshalb vor der Gesuchstellung bei der zuständigen kantonalen Aufsichtsbehörde Ihres Heimatkantons (für den Kanton AG: Abteilung Register und Personenstand, Bahnhofplatz 3c, 5001 Aarau, Tel.: 062 835 14 40, Fax: 062 835 14 59, E-Mail: zivilstandswesen@ag.ch), welche Schritte für die Beibehaltung des bisherigen Bürgerrechts zu unternehmen sind.

Gesuchsformular für Schweizer
Das Einbürgerungsgesuch ist auf dem offiziellen Formular und unter Beilage der erforderlichen Ausweise und Bescheinigungen beim Gemeinderat des Wohnortes einzureichen.
Das Gesuchsformular kann beim Regionalen Zivilstandsamt Rheinfelden bezogen werden.

Einbürgerung ausländischer Staatsangehöriger
Leben Sie als Kind ausländischer Eltern in der Schweiz? Wohnen Sie schon längere Zeit in der Schweiz und möchten nun das Schweizer Bürgerrecht beantragen?

Folgende Voraussetzungen müssen somit für eine Einbürgerung erfüllt sein:

Voraussetzungen einer ordentlichen Einbürgerung

a. Aufenthaltstitel und Aufenthaltsdauer

· Niederlassungsbewilligung C
· 10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, wovon 3 in den letzten 5 Jahren vor
  Gesucheinreichung

   Hinweis 1: Die Zeit zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr zählt doppelt.
  Hinweis 2: Bei eingetragener Partnerschaft mit einer Schweizerin/einem Schweizer genügt   
  ein Wohnsitz von insgesamt 5 Jahren in der Schweiz, falls die betroffene Person ein Jahr
  unmittelbar vor Gesucheinreichung in der Schweiz verbrachte und seit 3 Jahren in
  eingetragener Partnerschaft lebt.
  Hinweis 3: An die Aufenthaltsdauer für die Einbürgerung werden folgende Aufenthaltstitel
  angerechnet:
  · Aufenthalte mit Aufenthaltsbewilligung (B- und C-Bewilligung);
  · Aufenthalte im Rahmen einer vorläufigen Aufnahme (F-Bewilligung), wobei die Aufenthalts-
    dauer zur Hälfte angerechnet wird; keine Anrechnung der Aufenthaltsdauer bei Aufenthalt 
    mit L-Bewilligung;
  · Aufenthalte mit einer vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten
    ausgestellten Legitimationskarte oder einem vergleichbaren Aufenthaltstitel.

· 5 Jahre Aufenthalt im Kanton Aargau
· Mindestens 3-jähriger ununterbrochener Wohnsitz in der Gemeinde vor Einreichung
des Gesuchs

Als Wohnsitz gilt die Anwesenheit in der Schweiz in Übereinstimmung mit den fremdenpolizeilichen Vorschriften. Der Wohnsitz gilt bei Ausreise ins Ausland als aufgegeben, wenn sich der Ausländer oder die Ausländerin bei den Einwohnerdiensten abgemeldet hat oder während mehr als sechs Monaten in einem Jahr tatsächlich im Ausland war.

b. Erfolgreiche Integration

Eingebürgert werden kann nur wer
· mit den Lebensverhältnissen in der Schweiz, im Kanton und in der Gemeinde vertraut ist,
· über ausreichende sprachliche und staatsbürgerliche Kenntnisse verfügt,
· die Werte der Bundes- und der Kantonsverfassung achtet,
· die öffentliche Sicherheit und Ordnung beachtet,
· am Wirtschaftsleben teilnehmen oder Bildung erwerben will.

c. Ausreichende sprachliche und staatsbürgerliche Kenntnisse im Speziellen

Die Bewerberin oder der Bewerber muss in Deutsch mündliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau B1 und schriftliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A2 des in Europa allgemein anerkannten Referenzrahmens für Sprachen (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen [GER]) nachweisen. Der Nachweis gilt als erbracht, wenn die gesuchstellende Person Deutsch in Wort und Schrift beherrscht (Muttersprache), während mindestens fünf Jahren die obligatorische Schule in Deutsch besucht hat oder eine Ausbildung auf Sekundarstufe II oder Tertiärstufe in Deutsch abgeschlossen hat. Auch mit einem Sprachtest, welcher bei nach GER anerkannten Anbietenden in der Schweiz oder im Ausland absolviert werden kann, können die Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Zur Bestätigung wird hierfür ein Zertifikat ausgestellt.

Die staatsbürgerlichen Kenntnisse sind ausreichend, wenn Grundkenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Schweiz, im Kanton und in der Gemeinde bestehen, die insbesondere zur Teilnahme am politischen Leben befähigen sowie die Ausübung der politischen Rechte ermöglichen. Die staatsbürgerlichen Kenntnisse werden vor dem Einbürgerungsgespräch durch die Gemeinde mittels eines kantonal einheitlichen Verfahrens getestet. Das Testergebnis dient einer ersten Einschätzung des Kenntnisstandes. Die Gesamtbeurteilung der Kenntnisse erfolgt anlässlich des Einbürgerungsgesprächs. Der Test kann eingesehen und geübt werden unter: http://www.einbuergerungstest-aargau.ch

Gesuchsformular für Ausländer
Das Gesuchsformular kann erst nach erfolgter Vorregistrierung im schweizerischen Personenstandsregister beim Regionalen Zivilstandsamt bezogen werden.

Gebühren der Gemeinde
Die Einbürgerungsgebühren der Gemeinde sind vor Gesuchseinreichung vollumfänglich als Kostenvorschuss zu leisten.
Fr. 1'500.-- für eine Einzelperson
Fr. 750.-- für ein einbezogenes Kind ab vollendetem 10. Lebensjahr

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kantons Aargau oder wenden Sie sich bei Fragen telefonisch oder persönlich an das Regionale Zivilstandsamt.


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