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In Rheinfelden wird mit verschiedenen Wärmeverbünden Wärme erzeugt



Bau Leitungen für Wärmeverbund
Wärmeverbund Engerfeld / Dianapark / Kohlplatz
Die Schulanlage Engerfeld wurde seit mehr als 20 Jahren aus einer Holzschnitzelheizzentrale mit Wärme versorgt. Die Wärmeerzeugungsanlage in der Schulanlage Engerfeld war sanierungsbedürftig. Die Machbarkeit eines grösseren Wärmeverbundes wurde im Auftrag des Gemeinderates überprüft und aufgrund der grossen Anschlussdichte, mit dem Anschluss der Überbauung Dianapark (Patria Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft) und des Wärmeverbundes Kohlplatz (AEW Energie AG) und günstiger Lieferkonditionen der Holzschnitzel durch das Forstamt Rheinfelden konnte im 2004 die neue Holzschnitzelheizzentrale Wärme an die angeschlossenen Liegenschaften liefern.
Die moderne Holzschnitzelfeuerung mit einer Leistung von 1'500 Kilowatt ist mit einem Elektrofilter ausgerüstet und erfüllt die Werte der Luftreinhalteverordnung problemlos. Das Volumen des Schnitzelsilos umfasst 320m3. Bei grosser Kälte und in Schwachlastzeiten oder bei steigendem Wärmebedarf können die bestehenden Ölkessel in der Überbauung Dianapark zugeschaltet werden. Den Lärmemissionen der Anlage wurde ebenfalls spezielle Beachtung geschenkt, damit weder der Schulbetrieb noch die Nachbarschaft beeinträchtigt werden. Das neue Fernwärmeverteilungsnetz misst rund 750m und der Wärmeleistungsbedarf beträgt 3'150 Kilowatt.
Durch den Einsatz von rund 6'000 m3 Holzschnitzel können rund 4'600'000 kWh Wärme ins Netz eingespeist werden. Zur Erzeugung der gleichen Menge Wärmeenergie wären 500'000 Liter Heizöl nötig, was einem CO2-Ausstoss von über 1'300 Tonnen pro Jahr entspricht.
Die Anlage wird im Contracting durch die AEW Energie AG betrieben. Die Investitionskosten betrugen über 3 Mio. Franken.

Wärmeverbund ARA Augarten
Die Wohnsiedlung Augarten aus den 1970er Jahren zählt über 1'000 Wohneinheiten und wurde seit dem Bau der Siedlung über einen Nahwärmeverbund mit Wärme versorgt. Für die Beheizung und das Brauchwarmwasser standen drei Heizkessel (Basis Erdgas) mit einer Leistung von je 3 MW im Einsatz. Die Heizanlage befindet sich im Untergeschoss eines der Hochäuser und dient nach wie vor der Spitzenabdeckung der Redundanz des Wärmeverbundes.
Die Machbarkeit eines grösseren Wärmeverbundes wurde im Auftrag des Gemeinderates bereits in den 1990er Jahren überprüft. Mit dem Bauvorhaben zur ersten Etappe der neuen Wohnüberbauung Weiherfeld Ost wurden die Grundlagen im Auftrag der Gemeinde und mit Unterstützung des Kantons Aargau aktualisiert und damit der Grundstein für den Realisierungsentscheid der Bauherrschaften gelegt. Die ARA als sichere Wärmequelle und die kurze Distanz zwischen der ARA und den dicht bebauten Wohnsiedlungen sowie der ideale Anschluss an das bestehende Nahwärmenetz führte zu einer raschen Realisierung und in Betriebnahme im Jahre 2008.
An die Vorzeigeanlage werden im Endausbau gegen 1'600 Wohneinheiten und das nahe gelegene Gewerbegebiet angeschlossen sein. Dies entspricht unter anderem rund einem Drittel der Rheinfelder Bevölkerung.
Das gereinigte Abwasser der ARA wird als Wärmequelle für zwei am Rand des Nachklärbeckens platzierte Wärmepumpen genutzt. Die Wärmepumpenanlage in der ARA hat eine installierte Leistung von 2,5 MW. Zu dieser Anlage gehört ein Warmwasserspeicher mit einem Volumen von 50m3, der das Erreichen hoher Betriebszeiten ermöglicht und die morgendlichen Wärmebedarfsspitzen bricht. Zwischen der ARA und der bestehenden Energiezentrale im Augarten wurde eine rund 500m lange Fernwärmeleitung verlegt. Für den Anschluss der neuen Wärmebezüger im Weiherfeld mussten weitere 1'500m neue Fernwärmeleitungen verlegt werden.
Durch die sinnvolle Nutzung des gereinigten Abwassers der ARA können rund 14'000 MWh Wärme ins Netz eingespeist werden. Zur Erzeugung der gleichen Menge Wärmeenergie wären 1'250'000 m3 Erdgas nötig, was einem CO2-Ausstoss von etwa 2'650 Tonnen pro Jahr entspricht.
Die Anlage wird im Contracting durch die AEW Energie AG betrieben. Die Investitionskosten betrugen über 8 Mio. Franken.

Wärmeverbund Rheinsaline / Rheinfelden Ost
Im Rahmen einer Studie wurde die Wärmeauskopplung aus dem Betrieb der Rheinsaline in Riburg/Rheinfelden untersucht. Das Projekt umfasst die Wärmeauskopplung Rheinsalinen, den Bau einer Transportleitung und der Wärmeverteilung. Aus den Rheinsalinen kann eine Wärmeleistung von 8,1 MW abgegeben werden. Die Wärmeabgbemenge ab der neuen Wärmezentrale liegt bei 18'000 MWh.
Die Errichtung einer Wärmezentrale mit Nutzung der ausgekoppelten Prozesswärme aus den Rheinsalinen und den Bau einer 1'700m langen Fernwärmeleitung vom Betriebsstandort Riburg nach Rheinfelden Ost auf dem Trassée der ehemaligen Kantonsstrasse wurden rasch umgesetzt und Ende August 2008 in Betrieb genommen.
Für den Anschluss der neuen Wärmebezüger mussten weitere 2'000m neue Fernwärmeleitungen verlegt werden. An das Fernwärmenetz sind das Gesundheitszentrum Fricktal, die Reha Rheinfelden, die Schulanlage Robersten, das Kurzentrum und das Park-Hotel am Rhein sowie weitere Liegenschaften ageschlossen.
Zur Abdeckung der Spitzenlast und für Notfälle können die vorhandenen Gasheizungen genutzt werden. Im Falle einer Umorganisation der Rheinsalinen mit einer Einstellung der Salzproduktion könnte die Wärmeerzeugung auf der Basis von regional gebundenen erneuerbaren Energieträgern abgesichert werden.
Durch die sinnvolle Nutzung der ausgekoppelten Wärme aus den Rheinsalinen und der Integration der bestehenden Anlagen können etwa 500'000m3 Gas und 500'000 Liter Öl oder etwa 13'000 MWh fossile Energieträger substituiert werden. Dies entspricht einer CO2 Einsparung von etwa 2'800 Tonnen pro Jahr.
Die Anlage wird im Contracting durch die AEW Energie AG betrieben. Die Investitionskosten betrugen rund 10 Mio. Franken.

Wärmeverbund Rheinfelden Mitte
Nach dem Planungsstopp für den Wärmeverbund Schifflände, hat der Gemeinderat am 7. November 2011 entschieden, zusammen mit der AEW Energie AG eine in Rheinfelden ansässige Trägergesellschaft zu gründen und einen Wärmeverbund Rheinfelden-Mitte zu realisieren.

Die Einwohnergemeinde-Versammlung vom 20. Juni 2012 genehmigte für die Realisierung des Wärmeverbunds Rheinfelden Mitte eine Kapitalbeteiligung über 2.5 Millionen Franken an der neu zu gründenden Aktiengesellschaft sowie 5 Millionen Franken für die Gewährung eines Aktionärsdarlehens an diese Gesellschaft.

Am 5. Dezember 2012 wurde die Aktiengesellschaft "Wärmeverbund Rheinfelden AG" gegründet. Aktionäre sind zu je 50% die Stadt Rheinfelden und die AEW Energie AG. Die Gesellschaft erstellt und betreibt Wärmeverbundanlagen.

Die neugegründete Aktiengesellschaft realisiert als erstes Projekt den Wärmeverbund Rheinfelden Mitte mit einem Investitonsvolumen von 15 Millionen Franken und einer Wärmeleistung von 5'900 Kilowatt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der AEW Energie AG.
 
PM_EW_WVR_Rheinfelden_Mitte_Flyer_neu.pdf (1936.1 kB)